Sonntag, 1. Februar 2026 – 15:50 Uhr WIB
Jakarta – Präsident der Vereinigten Staaten (US) Donald Trump offen wählen Kevin Warsh als Kandidat Chef Federal Reserve (Die Fed) als Nachfolger von Jerome Powell. Powells vierjährige Amtszeit als US-Notenbankchef endet im Mai 2026.
Trump kündigte Warshs Kandidatur über die Plattform Truth Social an und lobte gleichzeitig seinen gewählten Kandidaten. Warshs Ernennung geriet plötzlich ins Rampenlicht des Weltmarktes, da die Besorgnis über die Unabhängigkeit der US-Notenbank zunahm.
„(Kevin Warsh) wird als einer der großartigsten Fed-Vorsitzenden in Erinnerung bleiben, vielleicht sogar als der beste“, schrieb Trump, zitiert aus BBC am Sonntag, 1. Februar 2026.
Warsh ist im Fed-Kreis kein Unbekannter. Er war von 2006 bis 2011 Gouverneur der Fed und wurde während Trumps erster Amtszeit in den Kandidatenmarkt für das Amt des Vorsitzenden der Fed aufgenommen.
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Warsh ist als lautstarker Kritiker der Fed-Politik bekannt. Genau wie Trump befürwortet er in naher Zukunft eine Niedrigzinspolitik.
Warshs Ernennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Beziehungen zwischen Trump und Jerome Powell verschärfen. Trump hat Powell oft kritisiert, insbesondere weil er seit seinem Amtsantritt im Jahr 2018 als zu langsam galt, um die Zinsen zu senken.
Die Situation wurde komplizierter, nachdem die Bundesanwaltschaft eine strafrechtliche Untersuchung zu Powells Aussage vor dem Senat bezüglich Renovierungsarbeiten am Fed-Gebäude eingeleitet hatte. Die Untersuchung des US-Justizministeriums (DoJ) löste heftige Kritik von Powell sowie offene Unterstützung von ehemaligen Fed-Vorsitzenden und Chefs der Weltzentralbanken aus, die in dem Schritt eine potenzielle Bedrohung für die Unabhängigkeit der Zentralbanken sahen.
Auch wenn Warshs Ernennung bereits angekündigt wurde, muss sie noch vom US-Senat genehmigt werden. Angesichts der strategischen Position der Fed inmitten des politischen Drucks und der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit kann dieser Prozess lange dauern und eng werden.
Im Falle einer offiziellen Bestätigung würde Warsh die Fed unter ungewöhnlichen Umständen führen. Ökonomen und Wall-Street-Marktteilnehmer werden sicherlich genau beobachten, wie unabhängig Warsh die Geldpolitik vom Einfluss des Weißen Hauses betreibt.
Auf der Liste der vier stärksten Kandidaten für das Amt des Fed-Vorsitzenden stehen neben Warsh noch mehrere Namen. Es handelt sich um den Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, den Fed-Gouverneur Christopher Waller und den Wall-Street-Anleihenexperten Rick Rieder.
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Stephen Brown, stellvertretender Chefökonom für Nordamerika bei Capital Economics, bewertet Warsh als eine sichere Wahl für den Markt. Seiner Meinung nach können Warshs restriktive Ansichten die turbulente globale Dynamik beruhigen.
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