Bildquelle, AFP
Das neue Stadion des Fußballvereins San Lorenzo, Meister des argentinischen Libertadores-Pokals, wird Papst-Franziskus-Stadion heißen.
Der höchste geistliche Führer der katholischen Gemeinde ist seit seiner Kindheit ein Unterstützer des in Buenos Aires ansässigen Clubs.
San Lorenzo, einer der ältesten Vereine Argentiniens, plant den Bau eines neuen Stadions in Boedo, einem Arbeitsviertel in der Hauptstadt.
Das neue Stadion wird auf einem Gelände errichtet, das ihnen vom Militärregime, das zwischen 1976 und 1983 herrschte, beschlagnahmt wurde.
Nach der Vorstandssitzung gab San Lorenzo via Twitter bekannt: „Der Name des zukünftigen Stadions an der Avenida La Plata wurde genehmigt. Das Stadion wird nach Papst Franziskus benannt.“
San Lorenzo nutzte das Stadion in Boedo, das damals Gasometro hieß, bis es 1979 gezwungen wurde, es an die Militärregierung zu verkaufen.
Dann zogen sie 1993 in das Pedro-Bidegain-Stadion um, das oft als Nuevo Gasometro bezeichnet wird. Doch schon seit mehreren Jahren setzen sich Anhänger für die Rückkehr des Hauptquartiers von San Lorenzo an ihren historischen Standort ein.
Bildquelle, EPA
Unterstützer sammeln Spenden, um Land zurückzukaufen, das die Militärregierung zuvor an eine Supermarktkette verkauft hatte.
Durch einen Gerichtsstreit war die Supermarktkette schließlich gezwungen, das Grundstück erneut zu verkaufen, und San Lorenzo entwarf für ihren Hauptsitz ein neues Stadion, dessen Fertigstellung für 2016 geplant ist.
San Lorenzo gewann kürzlich zum ersten Mal in der 106-jährigen Vereinsgeschichte die Copa Libertadores, den Champions-League-Pokal der Südamerikaner.
Letztes Jahr gewannen sie auch die argentinische Liga.
Der aus Argentinien stammende Papst Franziskus ist der berühmteste Unterstützer des Vereins. Einige Unterstützer scherzen oft darüber, dass ihre jüngste Erfolgsserie tatsächlich Papst Franziskus zu verdanken sei.
Doch auf direkte Frage, als der Verein nach dem Sieg bei der Copa Libertadores eine Audienz im Vatikan hatte, antwortete der Papst: „Ich habe mich sehr über den Sieg bei der Copa Libertadores gefreut, aber nein, es war kein Wunder.“
No Comments