Bildquelle, Amnestie
Folter ist Teil der Strafverfolgung in Nigeria, an einigen Orten gibt es inoffizielle Folterbeamte, sagte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
Militär und Polizei setzten verschiedene Foltermethoden ein, darunter Schläge, Ziehen von Nägeln und Zähnen sowie sexuelle Gewalt.
Eine Frau, die in Lagos des Diebstahls beschuldigt wird, sagt, sie sei sexuell missbraucht worden. Tränengas wurde in ihre Vagina gesprüht.
Die nigerianische Regierung hat noch nicht auf den Bericht der Menschenrechtsgruppe reagiert.
Bei Großeinsätzen werden Anwohner häufig festgenommen. Zur Strafe wurden sie gefoltert, um Geld oder „Geständnisse“ zu erpressen.
Der Einsatz von Gewalt kam im Nordosten vor allem im Kampf gegen islamistische Milizen zum Einsatz
Boko Haram
Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Organisation wurden seit 2009 etwa 5.000 bis 10.000 Menschen verhaftet, und Tötungen seien in überfüllten Gefängnissen an der Tagesordnung.
Ein ehemaliger Soldat bestätigte, dass Folter in den Lagern üblich sei.
„Elektrostäbe wurden eingesetzt, um Menschen zum Reden zu bringen“, sagte er gegenüber Amnesty.
Dieser Bericht ist eine Zusammenfassung von 500 Interviews, die bei 20 verschiedenen Besuchen in Nigeria seit 2007 durchgeführt wurden.
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