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Dutzende türkische Geiseln, die im vergangenen Juni von einer militanten Gruppe, die sich Islamischer Staat nennt, in der nordirakischen Stadt Mossul festgehalten wurden, seien freigelassen und in ihr Land zurückgebracht worden, sagte Premierminister Ahmet Davutoglu.
Zu den 49 Geiseln gehörten Diplomaten und ihre Familien sowie Soldaten.
Sie wurden im türkischen Konsulat festgenommen, nachdem ISIS-Kämpfer im vergangenen Juni bei einem Angriff die Kontrolle über Mossul übernommen hatten.
Türkiye hat sich aus Sorge um die Sicherheit seiner als Geiseln gehaltenen Bürger geweigert, sich direkt an der Kampagne gegen ISIS zu beteiligen.
Davutoglu sagte, der Gesundheitszustand der Geiseln sei in gutem Zustand und sie seien am Samstagmorgen (20.09.) freigelassen worden.
Sie seien von türkischen Geheimdiensten in die südtürkische Stadt Sanliurfa gebracht worden, fügte er hinzu.
„Aus tiefstem Herzen danke ich den Familien für den Schutz ihrer Würde“, sagte er via Twitter.
Davutoglu wird seinen Besuch in Aserbaidschan verkürzen, um sich mit den befreiten Geiseln zu treffen.
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Militante haben große Gebiete im Irak und in Syrien kontrolliert. Es wird geschätzt, dass die Gruppe 30.000 Kämpfer hat.
Die USA haben seit Mitte August mehr als 170 Luftangriffe gegen dschihadistische Gruppen im Irak geflogen.
Unterdessen führte Frankreich am Freitag (19.09.) seinen ersten Luftangriff gegen IS-Depots im Nordirak durch.
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