Dienstag, 3. Februar 2026 – 20:46 Uhr WIB
VIVA – Präsident FIFA Gianni Infantino kontroverse Signale für die Zukunft des Fußballs setzen Russland. Die Nummer eins bei der FIFA äußerte seinen Wunsch nach einer Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, obwohl das Land seit 2022 immer noch von einem anhaltenden Konflikt mit der Ukraine überschattet wird.
Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 haben FIFA und UEFA ein Totalverbot gegen die russische Nationalmannschaft auf allen Ebenen verhängt, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Infolgedessen musste sich Russland aus verschiedenen Eliteturnieren zurückziehen, darunter Weltmeisterschaft 2022, WM-Qualifikation 2026 und EM 2024.
Nach mehr als vier Jahren glaubt Infantino jedoch, dass diese Sanktionen nicht mehr relevant sind und tatsächlich negative Auswirkungen haben.
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„Das müssen wir tun (die Strafe Russlands aufheben). Natürlich“, sagte Infantino gegenüber Sky Sports.
Laut Infantino schürt das Verbot, an offiziellen Wettbewerben teilzunehmen, eher die Frustrations- und Hassgefühle, als dass es eine Lösung für den entstandenen Konflikt darstellt.
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„Dieses Verbot bringt nichts. Es schürt nur noch mehr Frust und Hass“, betonte er.
Infantino hob auch die Zukunft junger russischer Fußballer hervor. Seiner Meinung nach gibt es viele junge Talente, sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich, die die Möglichkeit haben sollten, sich durch internationale Wettbewerbe weiterzuentwickeln.
„Viele Mädchen und Jungen aus Russland können in anderen Regionen Europas Fußball spielen, und das wird der Entwicklung des Fußballs helfen“, sagte Infantino.
Neben Russland ging Infantino auch auf eine weitere derzeit aufkommende Polemik ein, nämlich das Beharren einiger Parteien auf der Verhängung von Sanktionen der FIFA gegen Israel im Zusammenhang mit dem Palästina-Konflikt. Er lehnte die Idee jedoch ab.
Laut Infantino muss die FIFA die Regeln neu bewerten, die es einem Land ermöglichen, aufgrund politischer Entscheidungen seiner Regierung vom Wettbewerb ausgeschlossen zu werden.
„Wir müssen darüber nachdenken, die Regeln zu ändern und im FIFA-Gesetz zu verankern, dass wir keinem Land wegen der Handlungen seiner politischen Führer das Fußballspielen verbieten dürfen“, sagte er.
Infantino schloss seine Rede mit der Betonung, wie wichtig es sei, die Kommunikation und die Beziehungen zwischen den Ländern durch den Fußball offen zu halten. „Man muss die Beziehung offen halten“, schloss er.
VIVA.co.id
3. Februar 2026
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